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<title>INF-Vertrag</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">INF-Vertrag</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Der <b>INF-Vertrag</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic"><b>I</b>ntermediate Range <b>N</b>uclear <b>F</b>orces Treaty</span>; <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Russische_Sprache" title="Russische Sprache">russisch</a></span> <span lang="ru-Cyrl" class="Cyrl" style="font-style:normal">Договор о ликвидации ракет средней и меньшей дальности</span> (РСМД)), auch <i><a href="Mittelstreckenrakete" title="Mittelstreckenrakete">Mittelstrecken</a>-Nuklearstreitkräfte-Vertrag</i><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder <i>Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme</i>, bezeichnet ein Bündel bilateraler <a href="Staatsvertrag" title="Staatsvertrag">Verträge</a> und Vereinbarungen zwischen den <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a> und der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">UdSSR</a> bzw. später <a href="Russland" title="Russland">Russland</a> über die Vernichtung aller boden- resp. landgestützten <a href="Kernwaffe" title="Kernwaffe">Nuklearraketen</a> mit mittlerer und kürzerer Reichweite (zwischen 500 und 5500 Kilometer).
</p><p>Der Vertrag wurde am 8. Dezember 1987 anlässlich des <a href="Gipfeltreffen_in_Washington_(1987)" title="Gipfeltreffen in Washington (1987)">Gipfeltreffens von Washington</a> unterzeichnet und nach <a href="Ratifikation" title="Ratifikation">Ratifikation</a> am 1. Juni 1988 während des <a href="Gipfeltreffen_in_Moskau" title="Gipfeltreffen in Moskau">Gipfeltreffens in Moskau</a> in Kraft gesetzt.
</p><p>Er wurde auf unbeschränkte Dauer geschlossen, ist jedoch seit dem 2. August 2019 von beiden Parteien aufgekündigt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vertragsgegenstand">Vertragsgegenstand</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vertragsinhalt">Vertragsinhalt</h3></div>
<p>Im INF-Vertrag wurde festgelegt, dass beide Seiten weltweit sowohl ihre boden-/landgestützten Nuklearraketen mit kürzerer (500–1000 km) und mittlerer Reichweite (1000–5500 km) als auch deren Abschussvorrichtungen und <a href="Infrastruktur" title="Infrastruktur">Infrastruktur</a> innerhalb von 3 Jahren vernichten und keine neuen herstellen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Weil die Abrüstung von <a href="Ballistische_Rakete" title="Ballistische Rakete">Raketen</a> zweier Reichweitenbereiche vereinbart wurde, wird auch von einer „doppelten <a href="Nulll%C3%B6sung" title="Nulllösung">Nulllösung</a>“ gesprochen. Der INF-Vertrag bezog sich ausschließlich auf landgestützte Raketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 km; <a href="Kurzstreckenrakete" title="Kurzstreckenrakete">Kurzstreckenraketen</a> mit Reichweiten unter 500 km fielen nicht unter die Vertragsbestimmungen. Auch see- und luftgestützte Raketen und <a href="Marschflugk%C3%B6rper" title="Marschflugkörper">Marschflugkörper</a> wurden vom Vertrag nicht erfasst. Anders als die <a href="Tr%C3%A4gersystem" title="Trägersystem">Trägersysteme</a> und Abschussvorrichtungen fielen die <a href="Kernwaffe" title="Kernwaffe">Nuklearsprengköpfe</a> als solche nicht unter das Abkommen.
</p><p>Der Vertrag beinhaltete auch das Recht, die Einrichtungen des anderen Landes zu überprüfen. Die Vertragspartner vereinbarten für zehn weitere Jahre nach Beseitigung der Flugkörper eine ständige Kontrolle in je einer Produktionsstätte in den USA und Russland. Außerdem wurde eine feste Zahl von Verdachtskontrollen festgelegt. Zum Vertrag gehörte auch ein <i>Memorandum of Understanding on Data,</i> ein Protokoll über die Inspektionen und eines über die Zerstörung der Waffen.
</p><p>Der Kern des Vertrages war zwar zeitlich unbegrenzt, allerdings hatten beide Seiten das Recht, sich vom Vertrag zurückzuziehen.
</p><p>1988 wurde der Vertrag noch durch einige Dokumente ergänzt.
</p><p>Der Vertrag wird als Durchbruch bei den Bemühungen um eine Abrüstung gesehen, da es sich um einen wirklichen Verzicht auf eine ganze Familie von Waffen handelte, erstmals verbunden mit wirksamen Kontrollverfahren, und nicht nur Obergrenzen festgelegt wurden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Umsetzung_der_Vereinbarungen">Umsetzung der Vereinbarungen</h3></div>
<p>Die Vereinigten Staaten (USA) zerstörten vertragsgemäß 846 Raketen, die Sowjetunion / Russland insgesamt 1.846 Raketen; bei gleichzeitiger Kontrolle durch die jeweils andere Seite. Die letzte Rakete wurde im Mai 1991 demontiert. Die gegenseitigen Inspektionen wurden für 13 Jahre vereinbart. Nach etwa 1.000 gegenseitigen Inspektionen wurden diese am 31. Mai 2001 einvernehmlich eingestellt. Zu diesem Datum galt der Vertrag auch als vollständig umgesetzt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte_der_Vertragsverhandlungen">Geschichte der Vertragsverhandlungen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vorgeschichte_in_den_1970er_und_1980er_Jahren">Vorgeschichte in den 1970er und 1980er Jahren</h3></div>
<p>In den 1970er Jahren kam es in einer <a href="Entspannungspolitik" title="Entspannungspolitik">Entspannungsphase</a> des <a href="Kalter_Krieg" title="Kalter Krieg">Kalten Krieges</a> mit den <a href="Strategic_Arms_Limitation_Talks" title="Strategic Arms Limitation Talks">SALT-Verträgen</a> und dem ABM-Vertrag zu einer ersten Begrenzung der <a href="Interkontinentalrakete" title="Interkontinentalrakete">strategischen Nuklearrüstung</a>.
</p><p>Die Sowjetunion begann am Ende der 1970er Jahre, moderne <a href="RSD-10" title="RSD-10">RSD-10</a>/SS-20-<a href="Mittelstreckenrakete" title="Mittelstreckenrakete">Mittelstreckenraketen</a> zu stationieren.
Sie wiesen eine größere Reichweite, Genauigkeit, Mobilität und Zerstörungskraft auf als die Vorgängersysteme <a href="R-12_(Rakete)" title="R-12 (Rakete)">SS-4</a> und <a href="R-14" title="R-14">SS-5</a> und wurden von der <a href="NATO" title="NATO">NATO</a> als Bedrohung Westeuropas eingestuft.
</p><p>Am 12. Dezember 1979 fassten die Außen- und Verteidigungsminister der NATO-Mitgliedstaaten bei einer Konferenz in Brüssel den <a href="NATO-Doppelbeschluss" title="NATO-Doppelbeschluss">NATO-Doppelbeschluss</a>.
</p><p>In ihm wurde die Stationierung eigener <a href="Pershing_II" class="mw-redirect" title="Pershing II">Pershing-II</a>-Mittelstreckenraketen und landgestützter <a href="Marschflugk%C3%B6rper" title="Marschflugkörper">Marschflugkörper</a> <a href="BGM-109G_Gryphon" title="BGM-109G Gryphon">BGM-109G Gryphon</a> auf NATO-Gebiet beschlossen, falls die sowjetischen Mittelstreckenraketen nicht abgezogen würden.
</p><p>Die NATO gründete Ende 1979 außerdem eine besondere Konsultationsgruppe für INF-Verhandlungen, die als <i>Special Consultative Group</i> (SCG) gemeinsame Verhandlungspositionen der NATO-Partner erarbeitete und die westliche Verhandlungspositionen koordinierte.
</p><p>Nachdem die Sowjetunion anfangs nur nach einer Rücknahme des NATO-Doppelbeschlusses zu Verhandlungen bereit war, gelang es dem deutschen Bundeskanzler <a href="Helmut_Schmidt" title="Helmut Schmidt">Helmut Schmidt</a> und Außenminister <a href="Hans-Dietrich_Genscher" title="Hans-Dietrich Genscher">Hans-Dietrich Genscher</a>, die Sowjetunion davon zu überzeugen, dass die Aufnahme von Rüstungskontrollverhandlungen über nukleare Mittelstreckensysteme angesichts der NATO-Nachrüstung auch im sowjetischen Interesse lag.
</p>
<p>Die Sowjetunion fand sich allerdings ausschließlich zu Vorgesprächen mit den USA bereit und nahm an der Konferenz vom 17. Oktober bis 17. November 1980 in <a href="Genf" title="Genf">Genf</a> teil.
Am 24. September 1981 einigten sich US-Außenminister <a href="Alexander_Haig" title="Alexander Haig">Alexander Haig</a> und sein sowjetischer Kollege <a href="Andrei_Andrejewitsch_Gromyko" title="Andrei Andrejewitsch Gromyko">Andrei Gromyko</a> bei ihrem ersten Treffen zu Beginn der 36. <a href="Generalversammlung_der_Vereinten_Nationen" title="Generalversammlung der Vereinten Nationen">Vollversammlung der Vereinten Nationen</a> in New York darauf, die Verhandlungen am 30. November 1981 in Genf fortzuführen. Sie wurden von einer Ständigen Beratungskommission der USA und der Sowjetunion geführt und im Westen als <i>Standing Consultative Commission</i> (SCC) bezeichnet. Auf sowjetischer Seite war unter Anderen der sowjetische Botschafter <a href="Juli_Alexandrowitsch_Kwizinski" title="Juli Alexandrowitsch Kwizinski">Juli Alexandrowitsch Kwizinski</a> an den Verhandlungen beteiligt.
</p><p>Bei den Verhandlungen war auf US-amerikanischer Seite der von US-Präsident <a href="Ronald_Reagan" title="Ronald Reagan">Ronald Reagan</a> eingesetzte Chefunterhändler <a href="Paul_Nitze" title="Paul Nitze">Paul Nitze</a> betraut sowie dessen Stellvertreter Botschafter <a href="Maynard_Wayne_Glitman" title="Maynard Wayne Glitman">Maynard Wayne Glitman</a>. Zur US-Delegation gehörte von 30. November 1981 bis Juni 1984 und von Februar 1985 bis Dezember 1986 auch der US-amerikanische Generalmajor <a href="William_F._Burns" title="William F. Burns">William F. Burns</a> als <a href="Joint_Chiefs_of_Staff" title="Joint Chiefs of Staff">Joint Chiefs of Staff</a> Representative (Repräsentant der Stabschefs) bei den INF-Verhandlungen. Die Positionen der USA waren zu Beginn der INF-Verhandlungen:
</p>
<ul><li>Vorrangige bilaterale Behandlung von boden-/landgestützten nuklearen Mittelstreckenraketen der USA und der Sowjetunion im Zusammenhang mit den SALT-Verträgen;</li>
<li>Gleichbehandlung der Rechte und Begrenzungen;</li>
<li>Keine Berücksichtigung von Raketensystemen dritter Staaten (Großbritannien, Frankreich);</li>
<li>Weltweite Begrenzungen unter Berücksichtigung der Bedrohung Westeuropas und keine Verlagerung der Bedrohung nach Asien;</li>
<li>Kollaterale Begrenzungen für landgestützte nukleare Mittelstreckensysteme per kürzerer Reichweite;</li>
<li>Nachprüfbarkeit der Einhaltung des Vertrages.</li></ul>
<p>Am 18. November 1981 unterbreitete <a href="Pr%C3%A4sident_der_Vereinigten_Staaten" title="Präsident der Vereinigten Staaten">US-Präsident</a> <a href="Ronald_Reagan" title="Ronald Reagan">Ronald Reagan</a> der Sowjetunion den Vorschlag einer beiderseitigen Nulllösung für boden-/landgestützte Mittelstreckenraketen, der den weltweiten Verzicht der USA auf Stationierung von Pershing-II-Raketen und landgestützten Marschflugkörpern vorsah und im Gegenzug von der Sowjetunion die Verschrottung aller SS-20-Raketen (RSD-10) und Außerdienststellung der älteren SS-4 (R-12) und SS-5 (R-14) forderte.
</p><p>Zum Beginn der zweiten Runde der Abrüstungsverhandlungen in Genf gab die Sowjetunion am 25. Mai 1982 einen eigenen Vorschlag bekannt. Dieser beinhaltete einen Vertragsentwurf, der folgende beiderseitige Verpflichtungen vorsah:
</p>
<ul><li>Keine neuen Systeme von nuklearen Mittelstreckensystemen in Europa zu stationieren;</li>
<li>Alle am 1. Juni 1982 in Europa vorhandenen nuklearen Mittelstreckensysteme (Raketen und Mittelstreckenbomber) der NATO und der Staaten des <a href="Warschauer_Pakt" title="Warschauer Pakt">Warschauer Pakts</a> mit einer Reichweite von mehr als 1.000 Kilometern auf maximal 300 Systeme für beide Seiten zu reduzieren;</li>
<li>255 britische und französische Gefechtsköpfe auf Seiten der USA anzurechnen;</li>
<li>Marschflugkörper mit mehr als 600 Kilometern Reichweite sowie ballistische <a href="Luft-Boden-Rakete" title="Luft-Boden-Rakete">Luft-Boden-Raketen</a> weltweit zu verbieten.</li></ul>
<p>Am 21. Dezember 1982 gab <a href="Kommunistische_Partei_der_Sowjetunion" title="Kommunistische Partei der Sowjetunion">KPdSU</a>-Generalsekretär <a href="Juri_Wladimirowitsch_Andropow" title="Juri Wladimirowitsch Andropow">Juri Andropow</a> bekannt, dass die Sowjetunion bereit sei, die eigenen Mittelstreckenraketen auf die Anzahl der britischen und französischen Systeme, insgesamt 162 Raketen, zu reduzieren. Im Gegenzug sollten die USA auf die Nachrüstung gemäß dem NATO-Doppelbeschluss verzichten. Entsprechende <a href="RSD-10" title="RSD-10">RSD-10</a> (SS-20)-Mittelstreckenraketen sollten aber nicht eliminiert werden, sondern würden außer Reichweite in die östliche Sowjetunion verlagert.
</p><p>Die Verhandlungen wurden jedoch ergebnislos abgebrochen. Grund hierfür war vor allem, dass die NATO die Einbeziehung der französischen und britischen Raketen strikt ablehnte. So kam es zur Stationierung der Mittelstreckenraketen ab 1983, unter anderem in <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a>. Das Scheitern der INF-Verhandlungen belastete ab November 1983 auch die Verhandlungen der <a href="Konferenz_%C3%BCber_Sicherheit_und_Zusammenarbeit_in_Europa" title="Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa">Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa</a> (KSZE). Der Beschluss traf zudem auf starken Widerstand der <a href="Friedensbewegung" title="Friedensbewegung">Friedensbewegung</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verhandlungen_ab_1985_und_Vertragsabschluss">Verhandlungen ab 1985 und Vertragsabschluss</h3></div>
<p>Neue Gespräche zwischen der Sowjetunion und den USA im Zuge der <a href="Konferenz_%C3%BCber_Sicherheit_und_Zusammenarbeit_in_Europa#KVAE:_Stockholm_1984–1986" title="Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa">Stockholmer Konferenz für Vertrauensbildung und Abrüstung in Europa</a> wurden erst im März 1985 wieder aufgenommen, gleichzeitig begannen Verhandlungen über den <a href="Strategic_Arms_Reduction_Treaty" title="Strategic Arms Reduction Treaty">START-Vertrag</a> und über Verteidigungs- und Weltraumangelegenheiten. Es gab zwei <a href="Gipfeltreffen" title="Gipfeltreffen">Gipfeltreffen</a>, eines im <a href="Genfer_Gipfelkonferenz_(1985)" title="Genfer Gipfelkonferenz (1985)">November 1985 in Genf</a> und eines <a href="Gipfeltreffen_in_Reykjav%C3%ADk" title="Gipfeltreffen in Reykjavík">1986 in Reykjavík</a>. Anfangs wurde noch über Obergrenzen bei den Systemen verhandelt. 1986 begannen Diskussionen über eine komplette Abschaffung von Kernwaffen. Man konnte sich anfangs sogar vorstellen, dies bis zum Jahr 2000 zu verwirklichen. Am 22. Juli stimmte <a href="Michail_Sergejewitsch_Gorbatschow" title="Michail Sergejewitsch Gorbatschow">Michail Gorbatschow</a> dem Vorschlag zu, auch alle Mittelstreckenraketen ab 500 km Reichweite in den Vertrag einzubeziehen. Knackpunkt der Verhandlungen war die von sowjetischer Seite eingeforderte Einbeziehung eines Stopps der amerikanischen Initiative, ein Abfangsystem gegen Raketenwaffen, genannt <a href="Strategic_Defense_Initiative" title="Strategic Defense Initiative">SDI</a>, zu entwickeln.
</p><p>Kurz vor dem absehbaren Ende – und Scheitern – der Verhandlungen vereinbarten Gorbatschow und Reagan einen weiteren, nach dem Protokoll nicht vorgesehenen Termin. Bei dieser Verlängerung machte Reagan einen mit seinem Verhandlungsteam vorher nicht abgestimmten Vorschlag, der auch Gorbatschow und seine Delegation erstaunen ließ: „So machte ich dann am späten Nachmittag dem Generalsekretär einen völlig neuen Vorschlag: Ein zehnjähriges Aussetzen der Entwicklung von SDI und im Gegenzug die komplette Vernichtung aller Raketen aus den jeweiligen Arsenalen unserer beiden Nationen!“<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 8. Dezember 1987 unterzeichneten US-Präsident <a href="Ronald_Reagan" title="Ronald Reagan">Ronald Reagan</a> und der Generalsekretär der KPdSU <a href="Michail_Sergejewitsch_Gorbatschow" title="Michail Sergejewitsch Gorbatschow">Michail Gorbatschow</a> in <a href="Washington%2C_D.C." title="Washington, D.C.">Washington</a> den INF-Vertrag, der offiziell als <i>The Treaty Between the United States of America and the Union of Soviet Socialist Republics on the Elimination of Their Intermediate-Range and Shorter-Range Missiles</i> bezeichnet wird. Der amerikanische <a href="Senat" title="Senat">Senat</a> ratifizierte den Vertrag am 27. Mai 1988. Am 1. Juni 1988, nach Unterzeichnung der Ratifizierungsurkunde anlässlich des <a href="Gipfeltreffen_in_Moskau" title="Gipfeltreffen in Moskau">Gipfeltreffens in Moskau</a>, trat der Vertrag in Kraft.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vertragswirkungen_in_beiden_deutschen_Staaten">Vertragswirkungen in beiden deutschen Staaten</h3></div>
<p>Eine besondere Rolle war beim Zustandekommen des Vertrages den beiden deutschen Staaten zugefallen. Die <a href="Bundesrepublik_Deutschland" class="mw-redirect" title="Bundesrepublik Deutschland">Bundesrepublik Deutschland</a> und die <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">Deutsche Demokratische Republik</a> waren potentielle Zielgebiete für einen <a href="Erstschlag" title="Erstschlag">Erstschlag</a> und daher durch die Raketen besonders bedroht. Sie drängten deshalb ihre jeweiligen Bündnispartner zum Verzicht auf die Waffen.
</p><p>Kurz vor dem Vertragsabschluss kam es zu Problemen wegen der 72 <a href="Pershing_1A" class="mw-redirect" title="Pershing 1A">Pershing-1A</a>-Raketen, die im Bestand der <a href="Bundeswehr" title="Bundeswehr">Bundeswehr</a> auf dem Territorium der Bundesrepublik stationiert waren. Die UdSSR verlangte, sie in den Vertrag aufzunehmen. Teile der <a href="Unionsparteien" class="mw-redirect" title="Unionsparteien">Unionsparteien</a> sprachen sich gegen die Einbeziehung dieser Kurzstreckenraketen in den Vertrag aus, die <a href="Freie_Demokratische_Partei" title="Freie Demokratische Partei">FDP</a>, die <a href="B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen" title="Bündnis 90/Die Grünen">Grünen</a> und die <a href="SPD" class="mw-redirect" title="SPD">SPD</a> waren für ihre Abrüstung. Am 26. August 1987 beendete <a href="Bundeskanzler_(Deutschland)" title="Bundeskanzler (Deutschland)">Bundeskanzler</a> <a href="Helmut_Kohl" title="Helmut Kohl">Helmut Kohl</a> den Streit unter Berufung auf seine <a href="Richtlinienkompetenz" title="Richtlinienkompetenz">Richtlinienkompetenz</a> und stimmte der Außerdienststellung der Pershing 1A-Raketen zu. Die Zustimmung erfolgte unilateral durch die Bundesrepublik Deutschland und wurde nicht in den INF-Vertrag aufgenommen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_INF-Entwicklung_ab_1991">Weitere INF-Entwicklung ab 1991</h3></div>
<p>Nach dem <a href="Zerfall_der_Sowjetunion" title="Zerfall der Sowjetunion">Zerfall der Sowjetunion</a> (UdSSR) wurden eine Reihe früherer Sowjetrepubliken selbstständige Nationalstaaten. Mit Russland, Kasachstan, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan und Belarus gehörten jetzt sechs Staaten mit zur Abrüstung vorgesehenen Mittelstreckensystemen zum Geltungsbereich des Vertragswerks.
</p><p>Als <a href="Rechtsnachfolge" title="Rechtsnachfolge">Rechtsnachfolger</a> für die Sowjetunion (UdSSR) nach deren Auflösung Ende 1991 übernahm die Russische Föderation (RF, Russland) die Verpflichtungen und wurde damit handelnder (neuer) Vertragspartner. Die <a href="Ukraine" title="Ukraine">Ukraine</a>, <a href="Belarus" title="Belarus">Belarus</a> und <a href="Kasachstan" title="Kasachstan">Kasachstan</a> verzichteten auf das von ihr geerbte Arsenal an Atomwaffen und übergaben ihre Mittelstreckenraketen an Russland.
</p><p>Mit der Gründung der <a href="Gemeinschaft_Unabh%C3%A4ngiger_Staaten" title="Gemeinschaft Unabhängiger Staaten">Gemeinschaft Unabhängiger Staaten</a> (GUS) erfolgte ab Oktober 1992 die Übernahme der Verpflichtungen aus dem bilateralen INF-Vertrag. Die gemeinsame Special Verification Commission (SVC) übernahm auch in den neuen Staaten mit Ausnahme von Turkmenistan und Usbekistan die bis dahin nur über eine Einrichtung im Rahmen des INF-Vertrages verfügten, die Abrüstungskontrolle bis Ende 2001.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nuklearinitiativen_der_Präsidenten_(1991/92)"><span id="Nuklearinitiativen_der_Pr.C3.A4sidenten_.281991.2F92.29"></span>Nuklearinitiativen der Präsidenten (1991/92)</h3></div>
<p>1991 hatte der START-Vertrag eine weitere Abrüstung zur Folge. In öffentlichen Reden im Jahr 1991 und 1992 erklärten die Präsidenten der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion bzw. Russlands nach <a href="Zerfall_der_Sowjetunion" title="Zerfall der Sowjetunion">Zerfall der Sowjetunion</a> als politische Verpflichtung, getrennte, aber miteinander verbundene Schritte zur Verringerung der Anzahl und des Einsatzes ihrer taktischen Nuklearwaffen zu unternehmen. Diese unilateralen Zusagen werden als Nuklearinitiativen der Präsidenten (PNI, en. – Presidential Nuclear Initiatives) bezeichnet.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In einer am 27. September 1991 im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation gab US-Präsident <a href="George_H._W._Bush" title="George H. W. Bush">George Bush</a> die erste unilaterale PNI heraus, in der die Vereinigten Staaten Veränderungen sowohl bei ihren strategischen als auch bei ihren taktischen Nuklearstreitkräften zusagten. Dazu gehörten auch Zusagen der USA in Bezug auf taktische Nuklearwaffen, zum Beispiel die Beseitigung aller landgestützten nuklearen Kurzstreckenraketen (Short-Range Immediate Nuclear Forces), den Abzug aller taktischen Nuklearwaffen (Cruise-Missiles) auf <a href="United_States_Navy" title="United States Navy">US-Kriegsschiffen</a> und die Verringerung der Atombomben in <a href="Sondermunitionslager" title="Sondermunitionslager">Depots</a> in Europa auf einige hundert bekannt.
</p><p>In einer am 5. Oktober 1991 im Fernsehen übertragenen Rede reagierte UdSSR-Präsident Gorbatschow mit „wechselseitigen Schritten“. Nach der Auflösung der Sowjetunion bestätigte Russlands Präsident Boris Jelzin, dass Russland der rechtmäßige Nachfolgestaat der UdSSR sei und dass Russland die Verantwortung für die Erfüllung der PNI-Zusagen übernehme. In einer am 29. Januar 1992 im Fernsehen übertragenen Rede reagierte Präsident Jelzin auf die zweite PNI-Verlautbarung von Präsident George H.W. Bush mit der weiteren Zusage in Bezug auf taktische nukleare Gefechtsköpfe.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Abgerüstete_Mittelstreckensysteme"><span id="Abger.C3.BCstete_Mittelstreckensysteme"></span>Abgerüstete Mittelstreckensysteme</h2></div>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">1988 Der sowjetische Inspekteur Viktor Boschenkow untersucht einen US-amerikanischen Marschflugkörper vom Typ BGM-109G Gryphon</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">1988 Bahntransport von Mittelstreckenraketen OTR-22 Temp-S (SS-12 Scaleboard), in der ČR bei Hranice na Moravě</div>
</li>
</ul>
<table class="wikitable">
<tbody><tr>
<th>Land</th>
<th>Bezeichnung</th>
<th><a href="GRAU-Index" title="GRAU-Index">GRAU-Index</a></th>
<th><a href="NATO-Codename" title="NATO-Codename">NATO-Codename</a></th>
<th>System</th>
<th>Reichweite
</th></tr>
<tr>
<td rowspan="8"><span style="display:none;">Sowjetunion</span><span typeof="mw:File"><a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion"></a></span> <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a></td>
<td><a href="9K714_Oka" title="9K714 Oka">OTR-23 Oka</a></td>
<td>9K714</td>
<td>SS-23 <i>Spider</i></td>
<td>Kurz- und Mittelstreckenrakete</td>
<td>500 km
</td></tr>
<tr>
<td><a href="9K76_Temp-S" title="9K76 Temp-S">OTR-22 Temp-S</a> (TR-1)</td>
<td>9K76</td>
<td>SS-12 <i>Scaleboard-A</i></td>
<td rowspan="3">Mittelstreckenrakete</td>
<td>700–850 km
</td></tr>
<tr>
<td><a href="9K76_Temp-S" title="9K76 Temp-S">OTR-22M Temp-SM</a> (TR-1M)</td>
<td>9K76B</td>
<td>SS-12M <i>Scaleboard-B</i> (ursprünglich auch SS-22 bezeichnet)</td>
<td>950 km
</td></tr>
<tr>
<td><a href="R-12_(Rakete)" title="R-12 (Rakete)">R-12 „Dwina“</a></td>
<td>8K63</td>
<td>SS-4 <i>Sandal</i></td>
<td>2080 km
</td></tr>
<tr>
<td><a href="3K10" title="3K10">RK-55 „Relief“</a></td>
<td>3K12</td>
<td>SSC-X-4 <i>Slingshot</i></td>
<td>Landgestützter Marschflugkörper</td>
<td>3000 km
</td></tr>
<tr>
<td><a href="R-14" title="R-14">R-14 „Tchusowaja“</a></td>
<td>8K65</td>
<td>SS-5 <i>Skean</i></td>
<td rowspan="2">Mittelstreckenrakete</td>
<td>3700 km
</td></tr>
<tr>
<td><a href="RSD-10" title="RSD-10">RSD-10 „Pioner“</a></td>
<td>15K645K</td>
<td>SS-20 <i>Saber</i> mod 1</td>
<td rowspan="2">600–5500 km
</td></tr>
<tr>
<td><a href="RSD-10" title="RSD-10">RSD-10 „Pioner-UTTH“</a></td>
<td>15K653</td>
<td>SS-20 <i>Saber</i> mod 2</td>
<td>Mittelstreckenrakete mit <a href="Multiple_independently_targetable_reentry_vehicle" title="Multiple independently targetable reentry vehicle">MIRV</a>
</td></tr>
<tr>
<td rowspan="3"><span style="display:none">Vereinigte Staaten</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten"></a></span> <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">Vereinigte Staaten</a></td>
<td><a href="MGM-31_Pershing" title="MGM-31 Pershing">MGM-31A Pershing</a><br> (Pershing Ia)</td>
<td></td>
<td></td>
<td>Kurz- und Mittelstreckenrakete</td>
<td>740 km
</td></tr>
<tr>
<td><a href="MGM-31_Pershing#Pershing_II" title="MGM-31 Pershing">MGM-31B Pershing</a><br> (Pershing II)</td>
<td></td>
<td></td>
<td>Mittelstreckenrakete</td>
<td>1770 km
</td></tr>
<tr>
<td><a href="BGM-109G_Gryphon" title="BGM-109G Gryphon">BGM-109G Gryphon</a></td>
<td></td>
<td></td>
<td>Landgestützter Marschflugkörper</td>
<td>2500 km
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Auseinandersetzungen_und_Ende">Auseinandersetzungen und Ende</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Auseinandersetzung_über_Einhaltung_und_Regeltreue_bei_Verträgen"><span id="Auseinandersetzung_.C3.BCber_Einhaltung_und_Regeltreue_bei_Vertr.C3.A4gen"></span>Auseinandersetzung über Einhaltung und Regeltreue bei Verträgen</h3></div>
<p>Die verschiedenartigen Vertragsbestandteile, Vereinbarungen und Verpflichtungen und deren gestaffelte Laufzeit erforderten den zeitbezogenen Blick auf den Stand der Realisierung. Zu dessen Analyse erstellten die beiden Nuklearmächte (außen-)politische Berichte zur Regeltreue des Verhandlungspartners für die politischen Entscheidungsträger<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und für den Kongress sowie für die breite Öffentlichkeit.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seit Anfang der 2000er Jahre beschuldigen sich die Nuklearmächte gegenseitig fehlender Regeltreue und des Vertragsbruchs bei diesen und anderen Rüstungskontroll-Vereinbarungen.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die veröffentlichten Einschätzungen über den anderen Vertragsstaat lösten in der Folge Gegenargumente der anderen Seite aus, die wiederum im Format diplomatischer Papiere die Öffentlichkeit erreichen. Russland warf den Vereinigten Staaten (USA) vor, bereits seit 1999 gegen den Vertrag zu verstoßen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Jahr 2004 äußerte der russische Verteidigungsminister <a href="Sergei_Borissowitsch_Iwanow" title="Sergei Borissowitsch Iwanow">Sergei Iwanow</a> den Wunsch Russlands, aus dem Vertrag auszusteigen.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den Jahren 2005 und 2006 sondierte der Verteidigungsminister die Reaktion der USA, sollte Russland austreten.
</p><p>Am 10. Februar 2007 erklärte der Präsident Russlands, <a href="Wladimir_Wladimirowitsch_Putin" title="Wladimir Wladimirowitsch Putin">Wladimir Putin</a>, auf der <a href="M%C3%BCnchner_Sicherheitskonferenz" title="Münchner Sicherheitskonferenz">Münchner Sicherheitskonferenz</a> (MSC), der INF-Vertrag befriedige nicht mehr die Interessen Russlands, da mehrere Staaten wie Nordkorea, Südkorea, Indien, der Iran, Pakistan und Israel über diese Raketen verfügen. „Es ist offensichtlich, dass wir unter diesen Bedingungen darüber nachdenken müssen, unsere eigene Sicherheit zu gewährleisten“, so Putin.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Grund für die Ausführungen Putins waren auch die US-Pläne eines <a href="National_Missile_Defense#Stationierungsorte" title="National Missile Defense">europäischen Raketenabwehrprogramms</a> mit <a href="Standard_Missile" title="Standard Missile">SM-3-Block-IIA-Raketen</a> und X-Band Radare in <a href="Tschechien" title="Tschechien">Tschechien</a> (nicht realisiert) und <a href="Polen" title="Polen">Polen</a>. Die US-amerikanischen Pläne gefährdeten die strategische Stabilität, was, wie der Chef des Generalstabs der russischen Streitkräfte wenige Tage später ausführte, geeignete Gegenmaßnahmen erforderlich mache.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="USA_und_NATO_zu_Vertragsverletzungen_Russlands">USA und NATO zu Vertragsverletzungen Russlands</h3></div>
<p>Die USA hatten 2013 versucht, Russland von seinem Programm abzubringen. Wie leider üblich, so <a href="Dan_Coats" title="Dan Coats">Dan Coats</a>, hätten die Russen ihre Versuche geleugnet. „Nur schon die Existenz des Marschflugkörpers hätten sie erst zugegeben, als die Amerikaner zum Beweis die russische Bezeichnung des Geräts, <a href="9M729" class="mw-redirect" title="9M729">9M729</a>, auf den Tisch gelegt hätten.“<sup id="cite_ref-leugnen_14-0" class="reference"><a href="#cite_note-leugnen-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Juli 2014 machte das US-Verteidigungsministerium publik, Russland habe landgestützte <a href="Marschflugk%C3%B6rper" title="Marschflugkörper">Marschflugkörper</a> mit einer Reichweite von 500 km bis 5500 km getestet und damit gegen das Verbot verstoßen, Startsysteme dafür zu besitzen oder zu produzieren.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Um welchen Typ eines bodengestützten Marschflugkörpers es sich gehandelt habe, wurde offiziell nicht bekanntgegeben. Medienberichten zufolge handelt es sich um <a href="9K720" title="9K720">9K720 Iskander-K</a> (<a href="NATO-Codename" title="NATO-Codename">NATO-Codename</a>: <i>SS-C-8 Screwdriver</i>). Dieser Typ wurde erstmals 2007 getestet, seine maximale Reichweite ist nicht bekannt, und in den folgenden Jahren wurde von den USA auch keine Vertragsverletzung geltend gemacht.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei Gesprächen einer US-Delegation mit der Leiterin der Abteilung für Rüstungskontrolle des <a href="Au%C3%9Fenministerium_der_Vereinigten_Staaten" title="Außenministerium der Vereinigten Staaten">US-Außenministeriums</a> <a href="Rose_Gottemoeller" title="Rose Gottemoeller">Rose Gottemoeller</a> in Moskau Anfang September 2014 wies Russland die Vorwürfe der USA zurück.
</p><p>Dagegen hätten die USA in drei Punkten gegen den INF-Vertrag verstoßen. Für Raketenabwehrtests würden die USA Raketen benutzen, die Mittelstreckenraketen ähnelten. Auch die Verwendung von <a href="Unbemanntes_Luftfahrzeug#Militärischer_Einsatz" title="Unbemanntes Luftfahrzeug">Angriffsdrohnen</a> sei ein Verstoß gegen den INF-Vertrag, weil sie „zu 100 Prozent mit bodengestützten Marschflugkörpern“ übereinstimmten. Darüber hinaus ist Moskau beunruhigt über die Entwicklung des <a href="Aegis-Kampfsystem" title="Aegis-Kampfsystem">Waffensystems Aegis Ashore</a> mit dem <a href="Mk_41_Vertical_Launching_System" title="Mk 41 Vertical Launching System">Mk 41 Vertical Launching System</a>, das 2015 in Rumänien (<a href="Milit%C3%A4rflugplatz_Deveselu" title="Militärflugplatz Deveselu">Militärflugplatz Deveselu</a>) und 2018 in Polen (<a href="Flughafen_S%C5%82upsk-Redzikowo" title="Flughafen Słupsk-Redzikowo">Flughafen Słupsk-Redzikowo</a>) auf dem Festland stationiert wurde. Von diesen Anlagen könnten <a href="BGM-109_Tomahawk" title="BGM-109 Tomahawk">Tomahawk-Marschflugkörper</a> gestartet werden.<sup id="cite_ref-:1_18-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>US-amerikanische Stellen gaben sich im Februar 2017 überzeugt, dass Russland den Vertrag gebrochen habe, indem es Mittelstreckenraketen nicht nur testete und produzierte, sondern bereits zwei aktive <a href="Bataillon" title="Bataillon">Bataillone</a> seiner Streitkräfte damit ausgerüstet habe. Die Waffe, von den USA als <i>SS-C-8 Screwdriver</i> bezeichnet, soll von Startvorrichtungen auf Lastwagen eingesetzt werden können, die sehr den Fahrzeugen ähneln, die von russischen Truppen für die <a href="9K720" title="9K720">9K720 Iskander-M</a> (NATO-Codename: <i>SS-26 Stone</i>) benutzt werden. Eine der Einheiten mit dem neuen Raketentyp stehe nach US-Angaben noch beim Raketenerprobungszentrum <a href="Snamensk_(Astrachan)" title="Snamensk (Astrachan)">Kapustin Jar</a>, während die andere bereits abgerückt sei.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Laut einem Kommentar von Andreas Rüesch in der NZZ gibt es zudem Anzeichen dafür, dass Russland neben der SS-C-8 „unter Umgehung des Vertrags auch eine Mittelstreckenrakete entwickelt“ hat und diese nach Vertragsende in Serie produzieren könnte, Russland also in klarem Vorsprung vor den USA in den erwarteten Rüstungswettlauf startet.<sup id="cite_ref-Rüesch_22-0" class="reference"><a href="#cite_note-Rüesch-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Dezember 2018 meldeten die NATO-Staaten, dass Russland den boden-/landgestützten <i>9M729</i>-Marschflugkörper für die <a href="9K720" title="9K720">9K720 Iskander-K</a> fertig entwickelt und aufgestellt habe.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zuvor hatte NATO-Generalsekretär <a href="Jens_Stoltenberg" title="Jens Stoltenberg">Jens Stoltenberg</a> gesagt, dass Russland neue atomare Mittelstreckenraketen in Europa besitzt, wohingegen die Vereinigten Staaten darauf verzichten.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die US-Regierung setzte der russischen Regierung Anfang Dezember ein Ultimatum von 60 Tagen, um zuzusagen, ihre Raketen vom Typ SS-C-8 zu zerstören.<sup id="cite_ref-faz-2019-01-04_26-0" class="reference"><a href="#cite_note-faz-2019-01-04-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Stoltenberg betonte Anfang Januar 2019 erneut, dass Russland aktuell den INF-Vertrag breche: Es gebe keine neuen US-Marschflugkörper in Europa, sehr wohl aber neue russische Marschflugkörper. Raketen des Typs SS-C-8 seien mobil einsetzbar, ließen sich mit atomaren Sprengköpfen bestücken und seien in der Lage, europäische Städte zu erreichen,<sup id="cite_ref-faz-2019-01-04_26-1" class="reference"><a href="#cite_note-faz-2019-01-04-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> so liegt laut einem Bericht der FAZ vom Februar 2019 selbst ohne Verlegungen ganz Deutschland in Reichweite einer Einheit in <a href="Schuja" title="Schuja">Schuja</a>.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Insgesamt handle es sich um drei Stationierungsorte mit einer daraus gefolgerten Anzahl von 64 Flugkörpern.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Russland_zu_Vertragsverletzungen_der_USA_und_NATO">Russland zu Vertragsverletzungen der USA und NATO</h3></div>
<p>Das Außenministerium der Russischen Föderation erklärte wiederholt im Jahr 2017, dass die duale Verwendungsmöglichkeit der Abschussvorrichtungen MK-41 auch für Mittelstreckensysteme als Vertragsverletzung angesehen wird.<sup id="cite_ref-:1_18-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieses bodengestützte Aegis-System verwendet Technologie, die fast identisch ist mit der, die auf Schiffen der US-Marine installiert ist.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach Meinung von Experten könnten die Startvorrichtungen des Typs Mk-41 mit relativ geringem Aufwand für Offensivwaffen wie etwa <a href="BGM-109_Tomahawk" title="BGM-109 Tomahawk">Tomahawk-Marschflugkörper</a> umgebaut werden.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Präsident Russlands <a href="Wladimir_Wladimirowitsch_Putin" title="Wladimir Wladimirowitsch Putin">Wladimir Putin</a> äußerte den Vorwurf, dass von dem <a href="Aegis-Kampfsystem" title="Aegis-Kampfsystem">bodengestützten Aegis-Verteidigungssystem</a> (AAMDS) mit <a href="Mk_41_Vertical_Launching_System" title="Mk 41 Vertical Launching System">MK41-Startanlage</a>, das seit 2016 im Rahmen des US-Raketenschildes auf dem <a href="Rum%C3%A4nien" title="Rumänien">rumänischen</a> <a href="Milit%C3%A4rflugplatz_Deveselu" title="Militärflugplatz Deveselu">Militärflugplatz Deveselu</a> stationiert ist, auch „jederzeit“ Marschflugkörper mit nuklearem Gefechtskopf abgefeuert werden könnten.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die USA hatten jedoch darauf hingewiesen, dass etwas Derartiges nie getestet worden sei oder dafür eine Entwicklung stattgefunden hätte. Russland sieht jedoch nach dem Test auf der Insel <a href="San_Nicolas_(Insel)" title="San Nicolas (Insel)">San Nicolas</a> vor der Küste Kaliforniens am 19. August 2019 seine Bedenken gegen die Aegis-Ashore-Anlagen in Polen und Rumänien hinreichend bestätigt.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Kommentar von Putin lautete hierzu schlicht: „Solche Tests bestätigen nur, dass die Amerikaner von Anfang an den INF-Vertrag entgleisen lassen wollten.“<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aus russischer Sicht ist auch die Entwicklung raketenbestückter US-Drohnen ein Bruch des INF-Vertrages.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei Vertragsunterzeichnung waren Drohnen noch nicht entwickelt.
</p><p>Der russische Politologe Wladimir Frolow schrieb schon im Herbst 2018, Russland schaffe unter vordergründigem Festhalten am Vertrag die Bedingungen für dessen schon lange erwünschten natürlichen Tod.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Volker_Perthes" title="Volker Perthes">Volker Perthes</a> von der <a href="Stiftung_Wissenschaft_und_Politik" title="Stiftung Wissenschaft und Politik">Stiftung Wissenschaft und Politik</a> erklärte, Russland sei auch wegen seiner Stellung gegenüber Indien und China, welche beide Mittelstreckenraketen besäßen, am Ende des Vertrags interessiert.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Diskurs_zum_Ausstieg_der_USA_aus_dem_INF-Vertrag">Diskurs zum Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag</h3></div>
<p>Am 20. Oktober 2018 kündigte US-Präsident <a href="Donald_Trump" title="Donald Trump">Donald Trump</a> an, den INF-Vertrag zu kündigen. <a href="Russland" title="Russland">Russland</a> verstoße mit der Produktion des neuen landgestützten <a href="Marschflugk%C3%B6rper" title="Marschflugkörper">Marschflugkörpers</a> 9M729 (<a href="NATO-Codename" title="NATO-Codename">NATO-Codename</a>: SS-C-8 <i>Screwdriver</i>) für das nuklear bestückbare <a href="9K720" title="9K720">Trägersystem Iskander-K</a> seit längerer Zeit gegen den Vertrag. Es handelt sich dabei um eine landgestützte Ausführung des <a href="Kalibr#3M14" title="Kalibr">3M14</a>-Marschflugkörpers, was schon 2017 als Bruch des INF-Vertrags gewertet wurde.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="NATO" title="NATO">NATO</a>-Generalsekretär <a href="Jens_Stoltenberg" title="Jens Stoltenberg">Jens Stoltenberg</a> hatte bereits Anfang Oktober 2018 Skepsis dahingehend geäußert, dass die Implementierung des 9M729-Systems INF-konform sei.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die NZZ verglich die Situation mit dem Ursprung des INF-Vertrags, was Russland vertraut sein dürfte: Aufrüstung, um Russland zur Abrüstung zu zwingen.<sup id="cite_ref-Auslaufmodell_39-0" class="reference"><a href="#cite_note-Auslaufmodell-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Russische Politiker äußerten zu den Vorwürfen der Vertragsverletzung im Jahr 2018, dass es keine Beweise gebe, die einen konkreten russischen Vertragsbruch belegten.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 2. Dezember 2018 wollten die USA das förmliche Austrittsverfahren einleiten. Nach einer Besprechung mit Angela Merkel wurde das Verfahren um zwei Monate hinausgeschoben und Russland ultimativ aufgefordert, die fraglichen 9M729-Einheiten zu zerstören oder zu modifizieren, um die Vertragsverletzung ungeschehen zu machen.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 1. Februar 2019 erklärten die USA offiziell den Ausstieg aus dem INF-Abrüstungsvertrag.
</p><p>Auch angesichts des außer Kraft gesetzten INF-Vertragswerks erklärte Russland Anfang Juni 2020 im Dokument <i>Grundlagen der staatlichen Politik der Russischen Föderation auf dem Gebiet der nuklearen Abschreckung</i> sein Festhalten am Prinzip der Einhaltung der internationalen Verpflichtungen auf dem Gebiet der Rüstungskontrolle. Seine staatliche nukleare Abschreckungspolitik sei gekennzeichnet durch einen defensiven Charakter.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Positionierung_der_Volksrepublik_China">Positionierung der Volksrepublik China</h3></div>
<p>Die <a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China">Volksrepublik China</a> wies die US-Vorwürfe zurück, dass eine chinesische Aufrüstung mit atomaren Mittelstreckensystemen etwas mit der Entscheidung von US-Präsident Trump zu tun habe. China ist im Gegensatz zu den Nachfolgestaaten der Sowjetunion und zu den USA kein Vertragspartner des INF-Vertrags.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Laut einer Aussage des Kommandanten der Pazifikflotte <a href="Harry_B._Harris" title="Harry B. Harris">Harry Harris</a> von 2017 würden 95 Prozent der vorhandenen chinesischen Raketen und Marschflugkörper unter den INF-Vertrag fallen, wäre China Vertragsstaat.<sup id="cite_ref-Auslaufmodell_39-1" class="reference"><a href="#cite_note-Auslaufmodell-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Volksrepublik China setzt in gleicher Weise auf eine Doppelstrategie von politischem Dialog und militärischer Abschreckung. Der Anspruch ist aber weniger geopolitisch orientiert – so wie bei den USA – sondern fokussiert sich regional auf den Fernen Osten. Darauf ist das Militär- und Rüstungsprogramm des Weißbuches 2019 primär gerichtet.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit Russland gibt es keine grundsätzlichen Streitfragen, aber auch keine besonders herzlichen Beziehungen. China produziert neben konventioneller Militärtechnik auch strategische Kampfflugzeuge, Drohnen, Interkontinental-Raketen, Hyperschallwaffen, U-Boote und Flugzeugträger. Der erste chinesische Flugzeugträger wurde im Jahr 2019 in Dienst gestellt; vier weitere werden folgen. Die Beherrschung der militärischen Weltraumtechnologie und der Cybersicherheit gehören ebenfalls zur Landesverteidigung. Dabei will sich China aber keineswegs auf einen Rüstungswettlauf mit den Vereinigten Staaten einlassen, sondern setzt auf Minimalabschreckung.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Reaktionen_in_den_NATO-Staaten">Reaktionen in den NATO-Staaten</h3></div>
<p>Für Europa war der INF-Vertrag eine Sicherheit gewesen, nicht zum Schauplatz eines nuklearen Schlagabtauschs zu werden.<sup id="cite_ref-Rüesch_22-1" class="reference"><a href="#cite_note-Rüesch-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der <a href="Staatspr%C3%A4sident_(Polen)" title="Staatspräsident (Polen)">polnische Staatspräsident</a> <a href="Andrzej_Duda" title="Andrzej Duda">Andrzej Duda</a> äußerte bei seinem Treffen mit dem deutschen Bundespräsidenten <a href="Frank-Walter_Steinmeier" title="Frank-Walter Steinmeier">Frank-Walter Steinmeier</a> am 23. Oktober 2018 in Berlin sein Verständnis für die von US-Präsident Donald Trump angedrohte Aufkündigung des INF-Vertrages aufgrund der russischen Position.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 27. November 2018 berichtet in einer gemeinsamen Stellungnahme des Außen- und Verteidigungsministeriums der Niederlande, dass sie über nachrichtendienstliche Beweise dafür verfügen, dass Russland bodengestützte Marschflugkörper vom Typ 9M729 (SSC-8) entwickelt und eingeführt hat.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Kabinett_Merkel_IV" title="Kabinett Merkel IV">deutsche Bundesregierung</a> unter Bundeskanzlerin <a href="Angela_Merkel" title="Angela Merkel">Angela Merkel</a> hatte hingegen in einer ersten Reaktion im Oktober 2018 den angekündigten Rückzug der USA bedauert.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anfang Februar 2019 warf Merkel Russland die Verletzung des Vertrags vor, während Heiko Maas von einem faktischen Außerkraftsetzen des Vertrags durch Verstöße Russlands sprach.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Stiftung_Wissenschaft_und_Politik" title="Stiftung Wissenschaft und Politik">Stiftung Wissenschaft und Politik</a> (SWP) sah im Mai 2020 „die regelbasierte internationale Ordnung […] in der Krise und mit ihr die nukleare Ordnung, die im Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV), im umfassenden Testverbotsvertrag (CTBT) und in den bilateralen Rüstungskontrollverträgen zwischen den USA und Russland zur Begrenzung strategischer Waffensysteme verankert ist.“<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der britische Verteidigungsminister <a href="Gavin_Williamson" title="Gavin Williamson">Gavin Williamson</a> sagte, dass Russland seit Jahren den Vertrag verletze und die USA lange genug auf diplomatischem Weg Moskau zur Vertragstreue hätten bringen wollen, während Europa nie etwas dazu hätte verlauten lassen.<sup id="cite_ref-Auslaufmodell_39-2" class="reference"><a href="#cite_note-Auslaufmodell-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der <a href="Nationaler_Sicherheitsberater_(Vereinigte_Staaten)" title="Nationaler Sicherheitsberater (Vereinigte Staaten)">Nationale Sicherheitsberater</a> der USA, <a href="John_R._Bolton" title="John R. Bolton">John Bolton</a>, ließ am 24. Oktober 2018 verlauten, Washington werde seine Verbündeten vor der Einreichung der Kündigung, welche innerhalb von sechs Monaten erfolgen könne, konsultieren.<sup id="cite_ref-Auslaufmodell_39-3" class="reference"><a href="#cite_note-Auslaufmodell-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ende_des_Vertrags">Ende des Vertrags</h3></div>
<p>Der Kern des Vertrages war zwar zeitlich unbegrenzt, allerdings hatten beide Seiten das Recht, sich vom Vertrag zurückzuziehen. Russland warf den Vereinigten Staaten (USA) vor, bereits seit 1999 gegen den Vertrag zu verstoßen.<sup id="cite_ref-:1_18-2" class="reference"><a href="#cite_note-:1-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Außerdem verließen die USA – nach Ankündigung 2001 – am 13. Juni 2002 einseitig den <a href="ABM-Vertrag" title="ABM-Vertrag">ABM-Vertrag</a><sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zur Begrenzung von Raketenabwehr-Systemen und bauten einseitig ihr Raketenabwehr-System in Osteuropa auf. Das Außenministerium der Russischen Föderation betrachtet die duale Verwendungsmöglichkeit der Abschussvorrichtungen MK-41 auch für Mittelstreckensysteme als Vertragsverletzung.<sup id="cite_ref-:1_18-3" class="reference"><a href="#cite_note-:1-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>2007 erklärte Russland, der Vertrag entspreche nicht mehr seinen Interessen.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Vertrag wurde am 1. Februar 2019 unter der <a href="Kabinett_Trump_I" title="Kabinett Trump I">Regierung Trump</a> durch die USA mit der vorgesehenen 6-monatigen Frist aufgekündigt. In den <i>Jahresberichten des US-Außenministeriums<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> über die Einhaltung der Abkommen zur Rüstungskontrolle, Nichtverbreitung und Abrüstung</i> hatten sie <a href="Russland" title="Russland">Russland</a>, dem <a href="Rechtsnachfolge" title="Rechtsnachfolge">Rechtsnachfolger</a> der Sowjetunion, eine Verletzung des Abkommens durch neue landgestützte Marschflugkörper vorgeworfen, die diese Reichweite überschreiten. Die Russische Föderation erklärte am 2. Februar 2019, den Vertrag ebenfalls per August 2019 zu verlassen.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 2. August 2019 erklärten die USA und Russland den INF-Abrüstungsvertrag offiziell als beendet.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Geplante_Mittelstreckenraketen_in_Europa">Geplante Mittelstreckenraketen in Europa</h3></div>
<p>Im Juni 2024 hat sich der russische Präsident Putin dafür ausgesprochen, die Produktion von Kurz- und Mittelstreckenraketen wieder aufzunehmen.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ende Dezember 2024 erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow, Russlands Moratorium für die Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen für „praktisch nicht mehr umsetzbar“, da die USA Warnungen Russlands und Chinas „arrogant ignoriert“ hätten und in der Praxis dazu übergegangen seien, Waffen dieser Klasse in verschiedenen Regionen der Welt zu stationieren.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Beim <a href="NATO-Gipfel_2024_in_Washington" class="mw-redirect" title="NATO-Gipfel 2024 in Washington">NATO-Gipfel 2024 in Washington</a>, der im Juli 2024 stattfand, wurde verkündet, dass die <a href="Streitkr%C3%A4fte_der_Vereinigten_Staaten" title="Streitkräfte der Vereinigten Staaten">Streitkräfte der Vereinigten Staaten</a> beabsichtigen, ab 2026 Mittelstreckenraketen in Deutschland zu stationieren. Dabei handelt es sich um Marschflugkörper vom Typ <a href="BGM-109_Tomahawk" title="BGM-109 Tomahawk">BGM-109 Tomahawk</a>, Mittelstreckenraketen vom Typ <a href="Standard_Missile" title="Standard Missile">Standard Missile SM-6</a> sowie <a href="Long-Range_Hypersonic_Weapon" title="Long-Range Hypersonic Weapon">Dark-Eagle</a>-Hyperschallraketen. Dies geschehe als Reaktion auf die Stationierung russischer <a href="9K720" title="9K720">9M729-Marschflugkörper</a> in <a href="Belarus" title="Belarus">Belarus</a> und in <a href="Kaliningrad" title="Kaliningrad">Kaliningrad</a>. Im Gegensatz zu den als nuklear aufrüstbar geltenden russischen Marschflugkörpern und den im Kalten Krieg in Europa stationierten nuklearen Mittelstreckenraketen sollen die neuen US-Raketen nicht mit Nukleargefechtsköpfen bestückt werden.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-nzz1839653_63-0" class="reference"><a href="#cite_note-nzz1839653-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Polen, Deutschland, Frankreich und Italien haben am Rande des NATO-Gipfels 2024 in Washington eine Absichtserklärung zur Entwicklung bodengestützter Marschflugkörper mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern unterzeichnet.<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Frankreich hat dabei die Entwicklung einer fahrzeuggebundenen Ausführung des <a href="MdCN" title="MdCN">MdCN</a>-Marinemarschflugkörpers vorgeschlagen.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Frankreich erwägt die Entwicklung einer landgestützten ballistischen Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite von mehr als 1000 Kilometern.<sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im August 2025 beendete Russland ein Moratorium bzw. eine Abrüstungsvereinbarung für landgestützte atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen, das es nach eigenen Angaben nach dem Ausstieg bzw. Ende des Vertrags im Jahr 2019 weiterhin eingehalten hatte.<sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Liste_v%C3%B6lkerrechtlicher_R%C3%BCstungskontrollabkommen_%C3%BCber_Massenvernichtungswaffen" title="Liste völkerrechtlicher Rüstungskontrollabkommen über Massenvernichtungswaffen">Liste völkerrechtlicher Rüstungskontrollabkommen über Massenvernichtungswaffen</a></div>
<ul><li><a href="Philipp_Gassert" title="Philipp Gassert">Philipp Gassert</a>, Tim Geiger, <a href="Hermann_Wentker" title="Hermann Wentker">Hermann Wentker</a>: <cite style="font-style:italic">The INF Treaty of 1987. A Reappraisal</cite>. Vandenhoeck et Ruprecht, Göttingen 2021, ISBN 978-3-525-35217-5 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/sozial-rechts-und-wirtschaftswissenschaften/politikwissenschaft/55989/the-inf-treaty-of-1987">vandenhoeck-ruprecht-verlage.com</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:INF-Vertrag&rft.au=Philipp+Gassert%2C+Tim+Geiger%2C+Hermann+Wentker&rft.btitle=The+INF+Treaty+of+1987.+A+Reappraisal&rft.date=2021&rft.genre=book&rft.isbn=9783525352175&rft.place=G%C3%B6ttingen&rft.pub=Vandenhoeck+et+Ruprecht" style="display:none"> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Liste_v%C3%B6lkerrechtlicher_R%C3%BCstungskontrollabkommen_%C3%BCber_Massenvernichtungswaffen" title="Liste völkerrechtlicher Rüstungskontrollabkommen über Massenvernichtungswaffen">Liste völkerrechtlicher Rüstungskontrollabkommen über Massenvernichtungswaffen</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Intermediate-Range_Nuclear_Forces_Treaty?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Intermediate-Range Nuclear Forces Treaty</a></span></b> – Sammlung von Bildern und Videos</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">INF-Vertrag – <i>Vertrag zwischen den USA und der UdSSR über die Beseitigung ihrer Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite</i>, unterzeichnet am 8. Dezember 1987, in Kraft seit 1. Juni 1988, aufgelöst am 2. August 2019.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://2009-2017.state.gov/t/avc/trty/102360.htm"><i>Intermediate-Range Nuclear Forces Treaty (INF Treaty).</i></a> DOS, 2017,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 23. Dezember 2025</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AINF-Vertrag&rft.title=Intermediate-Range+Nuclear+Forces+Treaty+%28INF+Treaty%29&rft.description=Intermediate-Range+Nuclear+Forces+Treaty+%28INF+Treaty%29&rft.identifier=https%3A%2F%2F2009-2017.state.gov%2Ft%2Favc%2Ftrty%2F102360.htm&rft.publisher=DOS&rft.date=2017&rft.language=en"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Oliver_Bange" title="Oliver Bange">Oliver Bange</a>: <i>SS-20 and Pershing II: Weapon Systems and the Dynamization of East-West Relations</i>. In: Christoph Becker-Schaum, Philipp Gassert, Martin Klimke, Wilfried Mausbach (Hrsg.): <i>The Nuclear Crisis. The Arms Race, Cold War Anxiety, And The German Peace Movement Of The 1980s.</i> Berghahn Books, New York 2016, S. 70.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Staack (Hrsg.): <i>Einführung in die Internationale Politik. Studienbuch</i>. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-59117-0, S. 756.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Dirk Ulrich Kaufmann: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kalenderblatt.de/index.php?what=thmanu&page=1&manu_id=1045&tag=12&monat=10&year=2009&dayisset=1&lang=de"><i>KalenderBlatt: 12. Oktober 1986: Verständigung von Reykjavik</i></a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Thomas_Stamm-Kuhlmann" title="Thomas Stamm-Kuhlmann">Thomas Stamm-Kuhlmann</a>: <i>Raketenrüstung und internationale Sicherheit von 1942 bis heute.</i> Historische Mitteilungen / Beiheft, Bd. 56, Steiner, Stuttgart 2004, S. 124.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe: <i>Bericht des Außenministeriums der Vereinigten Staaten an den Kongress</i> vom Juni 2020. (dt.) „Einhaltung und Regeltreue bei Vereinbarungen und Verpflichtungen zur Rüstungskontrolle, Nichtverbreitung und Abrüstung“. Übersetzung a. d. Engl. von Rainer Böhme. In: Rüstungskontrolle im Diskurs. <i>DGKSP-Diskussionspapiere,</i> Dresden 2020, Juli, Anhang S. 96–101 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://slub.qucosa.de/api/qucosa%3A71608/attachment/ATT-0/">slub.qucosa.de</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe: <i>Zusammenfassende Ergebnisse für Führungskräfte: Einhaltung und Regeltreue bei Verträgen und Vereinbarungen zur Rüstungskontrolle, Nichtverbreitung u. Abrüstung.</i> (en.) US-Außenministerium, 14. April 2020, 16 S. Abruf 17. Juli 2020, URL: <a rel="nofollow" class="external autonumber" href="https://www.state.gov/wp-content/uploads/2020/04/Tab-1.-EXECUTIVE-SUMMARY-OF-2020-CR-FINDINGS-04.14.2020-003-003.pdf">[1]</a></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Zum Beispiel: <i>Compliance Report Juni 2020.</i> Bericht des Außenministeriums der Vereinigten Staaten an den Kongress vom Juni 2020. (dt.) „Einhaltung und Regeltreue bei Vereinbarungen und Verpflichtungen zur Rüstungskontrolle, Nichtverbreitung und Abrüstung“ Übersetzung a. d. Engl. von Rainer Böhme. In: Rüstungskontrolle im Diskurs. <i>DGKSP-Diskussionspapiere,</i> Dresden 2020, Juli, Anhang S. 63–170. <a rel="nofollow" class="external autonumber" href="https://slub.qucosa.de/api/qucosa%3A71608/attachment/ATT-0/">[2]</a></span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe: <i>Synopse zum Diskurs über Regeltreue – Russland vs. Vereinigte Staaten (2017–2020).</i> In: Rüstungskontrolle im Diskurs. Regeltreue und US-Compliance-Report. Übersetzung a. d. Russ. und Engl. von Rainer Böhme. <i>DGKSP-Diskussionspapiere,</i> Dresden 2020, Juli, S. 3–62. <a rel="nofollow" class="external autonumber" href="https://slub.qucosa.de/api/qucosa%3A71608/attachment/ATT-0/">[3]</a></span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe: <i>Synopse zum Diskurs über Regeltreue – Russland vs. Vereinigte Staaten (2017–2020).</i> In: Rüstungskontrolle im Diskurs. Regeltreue und US-Compliance-Report. Übersetzung a. d. Russ. und Engl. von Rainer Böhme. <i>DGKSP-Diskussionspapiere,</i> Dresden 2020, Juli, S. 17–20. <a rel="nofollow" class="external autonumber" href="https://slub.qucosa.de/api/qucosa%3A71608/attachment/ATT-0/">[4]</a></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Nikolai Zlobin: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20041207193029/https://www.cdi.org/news/defense-monitor/DMSeptOct04.pdf">A Close Look at Russia’s Leaders: Meeting Putin and Ivanov, ISSN 0195-6450 – Volume XXXIII, No. 5, September/Oktober 2004</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 7. Dezember 2004 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external free" href="http://en.kremlin.ru/events/president/transcripts/24034">http://en.kremlin.ru/events/president/transcripts/24034</a></span>
</li>
<li id="cite_note-leugnen-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-leugnen_14-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Amerika kündigt den INF-Vertrag</i>, NZZ, 2. Februar 2019, Seite 3.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.state.gov/documents/organization/230108.pdf">adherence to and compliance with arms control, nonproliferation and disarmement agreements and commitments</a></span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://fas.org/blogs/security/2014/07/russia-inf/">Russia Declared In Violation Of INF Treaty: New Cruise Missile May Be Deploying</a> Federation Of American Scientists, 30. Juli 2014</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://nyti.ms/1nU4Viu"><i>U.S. Says Russia Tested Cruise Missile, Violating Treaty.</i></a> New York Times, 28. Juli 2014.</span>
</li>
<li id="cite_note-:1-18"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:1_18-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_18-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_18-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_18-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text">Siehe <i>Kommentar des Außenministeriums der Russischen Föderation im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Jahresberichts des US-Außenministeriums über die Einhaltung der Abkommen auf dem Gebiet der Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung durch die Staaten.</i> Dokument № 892 vom 29. April 2017. Übersetzung a. d. Russischen von Rainer Böhme. In: <i>DGKSP-Diskussionspapiere,</i> Dresden 2017, Juli, S. 4–8. <a rel="nofollow" class="external autonumber" href="https://slub.qucosa.de/api/qucosa%3A16464/attachment/ATT-0/">[5]</a>. Russ. Original unter URL: <a rel="nofollow" class="external autonumber" href="http://www.mid.ru/ru/foreign_policy/news/-/asset_publisher/cKNonkJE02Bw/content/id/2740264">[6]</a>; Abruf 12. Juni 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140915184137/http://de.ria.ru/zeitungen/20140915/269547059.html">Russland und USA: Keine Fortschritte im Streit um Abrüstungsvertrag</a>, <a href="RIA_Novosti" title="RIA Novosti">RIA Novosti</a>, 15. September 2014.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nytimes.com/2017/02/14/world/europe/russia-cruise-missile-arms-control-treaty.html?_r=1">Michael R. Gordon: <i>Russia Deploys Missile, Violating Treaty and Challenging Trump.</i></a> New York Times vom 14. Februar 2016.</span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nzz.ch/international/cnn-bericht-russland-soll-vertragswidrig-neue-raketen-stationiert-haben-ld.145615">Russland soll neue Raketen stationiert haben</a>, NZZ, 15. Februar 2017</span>
</li>
<li id="cite_note-Rüesch-22"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Rüesch_22-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Rüesch_22-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Andreas Rüesch: <i>Bedrohliche Rüstungsspirale</i>, NZZ, 2. Februar 2019, S. 3</span>
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<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bbc.com/news/world-us-canada-46443672"><i>Nato accuses Russia of breaking nuclear missile treaty</i></a>. In: <i>BBC</i>, 4. Dezember 2018.</span>
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</li>
<li id="cite_note-Auslaufmodell-39"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Auslaufmodell_39-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Auslaufmodell_39-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Auslaufmodell_39-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Auslaufmodell_39-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zeitungsarchiv.nzz.ch/neue-zuercher-zeitung-vom-24-10-2018-seite-3.html?hint=1734982">Der INF-Vertrag ist ein Auslaufmodell</a>, NZZ, 24. Oktober 2018, S. 3: „[richtet sich] gegen die Entwicklung eines landgestützten Marschflugkörpers, also eine jahrelange russische Vertragsverletzung …“</span>
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<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nzz.ch/international/trumps-regierung-will-aus-abruestungsvertrag-mit-russland-aussteigen-ld.1429873"><i>USA wollen aus Abrüstungsvertrag mit Russland aussteigen.</i></a> In: <i><a href="NZZ" class="mw-redirect" title="NZZ">NZZ</a>.</i> 21. Oktober 2018,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 21. Oktober 2018</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AINF-Vertrag&rft.title=USA+wollen+aus+Abr%C3%BCstungsvertrag+mit+Russland+aussteigen&rft.description=USA+wollen+aus+Abr%C3%BCstungsvertrag+mit+Russland+aussteigen&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.nzz.ch%2Finternational%2Ftrumps-regierung-will-aus-abruestungsvertrag-mit-russland-aussteigen-ld.1429873&rft.date=2018-10-21"> </span></span>
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/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-position:center right!important;background-repeat:no-repeat!important}body.skin-minerva .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/OOjs_UI_icon_external-link-ltr-progressive.svg")!important;background-size:10px!important;padding-right:13px!important}body.skin-timeless .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a,body.skin-monobook .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/MediaWiki_external_link_icon.svg")!important;padding-right:13px!important}body.skin-vector .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/Link.ernal-small-ltr-progressive.svg")!important;background-size:0.857em!important;padding-right:1em!important}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fpublication.pravo.gov.ru%2FDocument%2FView%2F0001202006020040%3Findex%3D0%26rangeSize%3D1">Originals</a></span> vom 2. August 2020 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://publication.pravo.gov.ru/Document/View/0001202006020040?index=0&rangeSize=1">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://publication.pravo.gov.ru/Document/View/0001202006020040?index=0&rangeSize=1">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/publication.pravo.gov.ru</span></span>
</li>
<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20181022232521/https://www.deutschlandfunk.de/inf-vertrag-china-und-russland-weisen-us-vorwuerfe-zurueck.1939.de.html?drn:news_id=937835"><i>INF-Vertrag: China und Russland weisen US-Vorwürfe zurück.</i></a> In: <i><a href="Deutschlandfunk" title="Deutschlandfunk">Deutschlandfunk</a>.</i> 22. Oktober 2018, archiviert vom <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=https%3A%2F%2Fwww.deutschlandfunk.de%2Finf-vertrag-china-und-russland-weisen-us-vorwuerfe-zurueck.1939.de.html%3Fdrn%3Anews_id%3D937835">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">22. Oktober 2018</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 21. Oktober 2018</span>.</span> <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/https://www.deutschlandfunk.de/inf-vertrag-china-und-russland-weisen-us-vorwuerfe-zurueck.1939.de.html?drn:news_id=937835">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutschlandfunk.de/inf-vertrag-china-und-russland-weisen-us-vorwuerfe-zurueck.1939.de.html?drn:news_id=937835">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschlandfunk.de</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AINF-Vertrag&rft.title=INF-Vertrag%3A+China+und+Russland+weisen+US-Vorw%C3%BCrfe+zur%C3%BCck&rft.description=INF-Vertrag%3A+China+und+Russland+weisen+US-Vorw%C3%BCrfe+zur%C3%BCck&rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20181022232521%2Fhttps%3A%2F%2Fwww.deutschlandfunk.de%2Finf-vertrag-china-und-russland-weisen-us-vorwuerfe-zurueck.1939.de.html%3Fdrn%3Anews_id%3D937835&rft.date=2018-10-22&rft.source=https://www.deutschlandfunk.de/inf-vertrag-china-und-russland-weisen-us-vorwuerfe-zurueck.1939.de.html?drn:news_id=937835"> </span></span>
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<li id="cite_note-46"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-46">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe: <i>Chinas Landesverteidigung im neuen Zeitalter. Weißbuch 2019 zur Militärstrategie Chinas.</i> Übersetzung a. d. Englischen von Bernd Biedermann. In: <i>Chinas Landesverteidigung am Beginn der 2020er Jahre.</i> (Hrsg.) Rainer Böhme: <i>DGKSP-Diskussionspapiere</i>, Dresden 2020, Februar, S. 9–23. Orig. (en.) „China’s National Defense in the New Era (2019)“. Ebenda, S. 34–82. <a rel="nofollow" class="external autonumber" href="https://slub.qucosa.de/api/qucosa%3A37767/attachment/ATT-0/">[8]</a></span>
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<li id="cite_note-48"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-48">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20181024073619/https://de.reuters.com/article/polen-usa-inf-idDEKCN1MX1MD"><i>Polen äußert Verständnis für Trumps geplante Aufkündigung von INF-Vertrag.</i></a> In: <i><a href="Reuters" title="Reuters">Reuters</a>.</i> 23. Oktober 2018, archiviert vom <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=https%3A%2F%2Fde.reuters.com%2Farticle%2Fpolen-usa-inf-idDEKCN1MX1MD">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">24. Oktober 2018</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 23. Oktober 2018</span>.</span> <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/https://de.reuters.com/article/polen-usa-inf-idDEKCN1MX1MD">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://de.reuters.com/article/polen-usa-inf-idDEKCN1MX1MD">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/de.reuters.com</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AINF-Vertrag&rft.title=Polen+%C3%A4u%C3%9Fert+Verst%C3%A4ndnis+f%C3%BCr+Trumps+geplante+Aufk%C3%BCndigung+von+INF-Vertrag&rft.description=Polen+%C3%A4u%C3%9Fert+Verst%C3%A4ndnis+f%C3%BCr+Trumps+geplante+Aufk%C3%BCndigung+von+INF-Vertrag&rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20181024073619%2Fhttps%3A%2F%2Fde.reuters.com%2Farticle%2Fpolen-usa-inf-idDEKCN1MX1MD&rft.date=2018-10-23&rft.source=https://de.reuters.com/article/polen-usa-inf-idDEKCN1MX1MD"> </span></span>
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<li id="cite_note-49"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-49">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://themoscowtimes.com/news/dutch-ministers-accuse-russia-developing-cruise-missile-violating-inf-treaty-63630"><i>Dutch Ministers Accuse Russia of Developing Cruise Missile Violating INF Treaty</i></a>. In: <i>Moscow Times</i>, 28. November 2018.</span>
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<li id="cite_note-51"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-51">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external free" href="https://www.tweedekamer.nl/kamerstukken/brieven_regering/detail?id=2018Z22270&did=2018D56747">https://www.tweedekamer.nl/kamerstukken/brieven_regering/detail?id=2018Z22270&did=2018D56747</a></span>
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<li id="cite_note-52"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-52">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bundeskanzlerin.de/bkin-de/aktuelles/zur-ankuendigung-der-usa-sich-aus-dem-inf-abkommen-zurueckzuziehen-1540744"><i>Zur Ankündigung der USA, sich aus dem INF-Abkommen zurückzuziehen.</i></a> <a href="Presse-_und_Informationsamt_der_Bundesregierung" title="Presse- und Informationsamt der Bundesregierung">Presse- und Informationsamt der Bundesregierung</a>, 21. Oktober 2018,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 23. Oktober 2018</span> (Pressemitteilung).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AINF-Vertrag&rft.title=Zur+Ank%C3%BCndigung+der+USA%2C+sich+aus+dem+INF-Abkommen+zur%C3%BCckzuziehen&rft.description=Zur+Ank%C3%BCndigung+der+USA%2C+sich+aus+dem+INF-Abkommen+zur%C3%BCckzuziehen&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.bundeskanzlerin.de%2Fbkin-de%2Faktuelles%2Fzur-ankuendigung-der-usa-sich-aus-dem-inf-abkommen-zurueckzuziehen-1540744&rft.publisher=%5B%5BPresse-+und+Informationsamt+der+Bundesregierung%5D%5D&rft.date=2018-10-21"> </span></span>
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<li id="cite_note-53"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-53">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.tagesspiegel.de/politik/abruestungsabkommen-mit-den-usa-merkel-russland-hat-den-inf-vertrag-verletzt/23936550.html">Merkel: „Russland hat den INF-Vertrag verletzt“</a>, Tagesspiegel, 1. Februar 2019.</span>
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<div class="klappleiste-kopf"><a href="Gipfeltreffen" title="Gipfeltreffen">Gipfeltreffen</a> zwischen den <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a> und der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">UdSSR</a></div>
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<p>Zweiter Weltkrieg:<br>
<a href="Teheran-Konferenz" class="mw-redirect" title="Teheran-Konferenz">Konferenz von Teheran</a> (Dezember 1943) |
<a href="Konferenz_von_Jalta" title="Konferenz von Jalta">Konferenz von Jalta</a> (Februar 1945) |
<a href="Potsdamer_Konferenz" title="Potsdamer Konferenz">Potsdamer Konferenz</a> (Juli 1945)
</p><p>Tauwetter-Periode:<br>
<a href="Genfer_Gipfelkonferenz_(1955)" title="Genfer Gipfelkonferenz (1955)">Genfer Gipfelkonferenz</a> (1955) |
Chruschtschow-Besuch in Camp David (1959) |
<a href="Pariser_Gipfelkonferenz" title="Pariser Gipfelkonferenz">Pariser Gipfelkonferenz</a> (1960) |
<a href="Gipfeltreffen_in_Wien" title="Gipfeltreffen in Wien">Gipfeltreffen in Wien</a> (1961)
</p><p>Vietnamkrieg und Entspannungspolitik:<br>
<a href="Konferenz_von_Glassboro" title="Konferenz von Glassboro">Konferenz von Glassboro</a> (1967) |
Unterzeichnung von <a href="SALT_I" class="mw-redirect" title="SALT I">SALT I</a> und <a href="ABM-Vertrag" title="ABM-Vertrag">ABM-Vertrag</a> (Moskau, 1972) |
<a href="Abkommen_zur_Verhinderung_eines_Atomkriegs" title="Abkommen zur Verhinderung eines Atomkriegs">Abkommen zur Verhinderung eines Atomkriegs</a> (Washington, 1973) |
Unterzeichnung <a href="Threshold_Test_Ban_Treaty" title="Threshold Test Ban Treaty">Threshold Test Ban Treaty</a> (Moskau, Juni 1974) |
Besuch Gerald Fords in Wladiwostok (November 1974) |
<a href="Helsinki-Schlussakte" class="mw-redirect" title="Helsinki-Schlussakte">Helsinki-Schlussakte</a> (1975) |
Unterzeichnung <a href="SALT_II" class="mw-redirect" title="SALT II">SALT II</a> (Wien, 1979)
</p><p>Abrüstungsgespräche:<br>
<a href="Genfer_Gipfelkonferenz_(1985)" title="Genfer Gipfelkonferenz (1985)">Genfer Gipfelkonferenz (1985)</a> |
<a href="Gipfeltreffen_in_Reykjav%C3%ADk" title="Gipfeltreffen in Reykjavík">Gipfeltreffen in Reykjavík</a> (1986) |
<a href="Gipfeltreffen_in_Washington_(1987)" title="Gipfeltreffen in Washington (1987)">Gipfeltreffen in Washington (1987)</a> mit Verhandlungen zum <a class="mw-selflink selflink">INF-Vertrag</a> |
<a href="Gipfeltreffen_in_Moskau" title="Gipfeltreffen in Moskau">Gipfeltreffen in Moskau (Mai 1988)</a> mit Ratifizierung des <a class="mw-selflink selflink">INF-Vertrags</a> |
<a href="Gipfeltreffen_in_New_York_(1988)" title="Gipfeltreffen in New York (1988)">Gipfeltreffen in New York</a> (Dezember 1988) |
<a href="Gipfeltreffen_in_Malta" title="Gipfeltreffen in Malta">Gipfeltreffen in Malta</a> (Dezember 1989) |
<a href="Chemiewaffenabkommen" title="Chemiewaffenabkommen">Chemiewaffenabkommen</a> (Washington, Juni 1990) |
<a href="Gipfeltreffen_in_Helsinki_(1990)" title="Gipfeltreffen in Helsinki (1990)">Gipfeltreffen in Helsinki</a> (September 1990) |
<a href="Vertrag_%C3%BCber_Konventionelle_Streitkr%C3%A4fte_in_Europa" title="Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa">Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa</a> (Paris, November 1990) |
<a href="G7-Gipfel_in_London_1991" title="G7-Gipfel in London 1991">G7-Treffen</a> (London, Juli 1991) |
<a href="Strategic_Arms_Reduction_Treaty" title="Strategic Arms Reduction Treaty">Strategic Arms Reduction Treaty</a> (Moskau, Juli 1991) |
<a href="Madrider_Konferenz" title="Madrider Konferenz">Madrider Konferenz</a> (Oktober 1991)
</p>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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